Churer See

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In den durchgeführten Workshops und bei der Befragung des privaten Umfeldes wurde deutlich, dass der Churer See ein Wunsch von sehr vielen Bewohnern ist. Ein See würde das Naherholungsgebiet rund um die Stadt aufwerten und Plätze zum Sein schaffen. Auch bietet ein Gewässer einen Mehrwert für die Flora und Fauna.

Die Idee und der Wunsch für einen See in Chur ist nicht neu und es wurden bereits Bestrebungen unternommen, diese Utopie der Realität einen Schritt näher zu bringen. Zuständig dafür war der im Jahr 2004 gegründete Verein Verein Churer See . In mehreren Etappen wurden Machbarkeitsstudien durchgeführt, erste Pläne veröffentlicht und vorgestellt. Nach einigen Einwänden von Naturschutzverbänden und einem hydrologischen Gutachten der Stadt Chur, wurde ein neuer Plan ausgearbeitet.

Projekt Wasserlandschaften

2010 wurde das von Andreas Egger geplante Projekt „Wasserlandschaften“ vorgestellt. Neben dem See würde der Rhein auf der Calandaseite ausgeweitet und dadurch ein Naturraum mit Kiesbänken und Auenvegetation geschaffen werden. Der Sorge um die Grundwassemenge nach dem hydrologischen Gutachten wird entgegengewirkt, in dem der See eine maximale Tiefe von 3 Meter hätte. Das Wasser würde zudem in einem Kreislauf zirkulieren. Um einen weiteren Zugang zum Rhein zu gewähren, wird die Uferwall auf Seiten von Felsberg und Haldenstein renaturiert.

Hürden

Die grösste Hürde neben der Finanzierung des Projektes ist die Schweizer Armee. Dieser gehört ein grosser Teil des Rossbodens, welcher für den Bau des Sees benötigt werden würde. Und sie hat nicht vor, den Rossboden in nächster Zeit zu verlassen. Aus diesem und weiteren Gründen, „ist das Projekt «nun eben eingeschlafen», wie es Vorstandsmitglied Bruno W. Claus“ in einem Artikel der Südostschweiz im Februar 2016 formuliert. „Ganz verabschieden wolle er das Traktandum «Churer See-Projekt» nun aber doch noch nicht.“

Wenige Realisierungschancen gibt dem Projekt der amtierende Stadtpräsident Urs Marti, da sich die Finanzierung in etwa im dreistelligen Millionenbereich befindet.

Wunsch nach dem Churer See

Der Wunsch nach einem See in Chur ist in der Bevölkerung dennoch vorhanden und aus Sicht einer langfristigen Stadtentwicklung wäre ein Binnengewässer sicherlich ein Mehrwert für Chur. Ein Kompromiss wäre in diesem Falle, zuerst nur das Rheinufer zu renaturieren und aufzuwerten, sodass mehr Bade- und Erholungsplätze entstehen.

 

 

Quellen:

Verein Churer See

 Südostschweiz, Artikel 27. Februar 2016

Südostschweiz, Artikel 3. Mai 2016

Lizenz
Creative Commons Lizenzvertrag

Projekt Details

Projekt Datum

Juni 2018

Idee

Diverse

Projekt Standort

Rossboden, Chur

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